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Zentralmexico

Das zentrale Hochland hat ein mildes Klima und ist die bevölkerungsreichste Region Mexicos.

Acolman liegt 39 km nördlich der Hauptstadt an der Straße nach Teotihuacán. Die Stadt wurde um ein Nonnenkloster des Augustinerordens aus dem 16. Jahrhundert gebaut.

124 km von Mexico City entfernt liegt Cholula, eine Kultstätte aus präkolumbischer Zeit mit über 400 Heiligtümern und Tempeln. Die Pyramide von Tepanapa ist die größte mexikanische Pyramide. Auf ihrer Spitze steht die Kapelle von Nuestra Señora de los Remedios. Die 49 Kuppeln der Capilla Real (Königlichen Kapelle) lassen sie wie eine Moschee aussehen. Die schöne Kirche San Francisco Acatepec liegt 6 km von Cholula entfernt. Die Stadt ist für ihre Fiestas (Volksfeste) bekannt. Darbietungen maurischer und christlicher Tänze finden jeweils am 15. August statt; am 8. September, dem Fest der Virgen de los Remedios, werden indianische Tänze aufgeführt.


Cuernavaca liegt 85 km von der Hauptstadt entfernt. Hauptsehenswürdigkeiten sind die zahlreichen schönen Plätze, die Blumengärten, die Borda-Gärten aus dem 18. Jahrhundert, eine Kathedrale (16. Jh.) und das Museum Palacio de Cortés, in dem Fresken von Diego Rivera ausgestellt sind.

Guadalajara, die Hauptstadt von Jalisco, ist das Agrar-, Handels- und Industriezentrum des westlichen Hochlands. Auf den Plazas finden häufig Konzerte statt. Pferdewagen sind zu mieten. Die Volksmusik der Gegend heißt Mariachi. Die Kathedrale der Stadt hat 11 Altäre, 30 Säulen und viele wertvolle Kunstschätze. Bei einem Spaziergang durch den Parque Agua Azul glaubt man, in einem Wald zu sein. Der Park ist außerdem für seine vielen Freizeiteinrichtungen bekannt. Der Parque des las Armas ist ein beliebter Treffpunkt für Liebespaare. Die beiden Parkanlagen nahe der Kathedrale (Parque de los Laureles und Parque de la Revolución) bieten ebenfalls willkommene Zuflucht. Auf der Plaza de Rotonda stehen Säulen und Statuen zu Ehren der Helden Jaliscos. Auf dem Markt auf der Plaza Libertad werden einheimische Produkte angeboten. Die Viertel Tlaquepaque und Tonalá im Osten der Stadt sind für ihr einzigartiges Kunsthandwerk bekannt, das Ambiente allein ist allerdings schon einen Besuch wert. Im 50 km entfernten Tequila wird bereits seit dem 17. Jahrhundert aus dem Maguey-Kaktus Schnaps gebrannt. Hier werden jährlich über 100 Mio. Liter Tequila hergestellt, was allein drei Prozent von Mexicos Exporteinnahmen ausmacht.

Guanajuato liegt an Mexicos berühmter »Unabhängigkeitsstraße«, die 1400 km lang ist und an wichtigen Stationen des langen mexikanischen Unabhängigkeitskrieges vorbeiführt. Der Reiz der Stadt zeigt sich u. a. in dem Gouverneurspalast, der Universität, dem Teatro de Juarez, der Basilika von Nuestra Señora de Guanajuato und der Iglesia de Valencia. Die Pfarrkirche Dolores Hidalgo ist von großer historischer Bedeutung: Hier ertönte zum ersten Mal der Grito de Dolores (»Freiheitsruf«), als Pater Miguel Hidalgo im Jahre 1810 mit seinen 80.000 Anhängern den Freiheitskampf gegen Spanien begann.

Morelia liegt zwischen Guadalajara und Mexico City. Die Stadt ist für die ungewöhnlichen Steinfassaden der älteren Häuser bekannt. Auf den Märkten kann man schöne Webarbeiten und Lackwaren kaufen. 60 km von Morelia entfernt befindet sich das Städtchen Pátzcuaro. Der Ort liegt am vielleicht schönsten See Mexicos und ist eine der typischsten mexikanischen Städte, in der koloniales und indianisches Erbe ineinander verschmelzen.

Puebla liegt 2160 m über dem Meeresspiegel und ist typisch für die Städte der Kolonialzeit. Sie ist bekannt für die Fayencen, die Kirchenkuppeln und Hauswände schmücken. Farbige Keramikdekorationen kann man in der ganzen Stadt sehen, und auf dem Markt gibt es schöne Töpfereiwaren zu kaufen. Es gibt über 60 Kirchen, einige der schönsten sind die Kathedrale und die Iglesia de Santo Domingo mit der Rosenkranzkapelle. Die Casa del Alfenique stellt Handarbeiten und einheimische Trachten aus. Eindrucksvoll ist die Silhouette der Vulkane Popocatéptl, Iztaccíhuatl und Pico de Orizaba, die man von Puebla aus sehen kann.

Querétaro: Das alte Franziskanerkloster ist heute ein Museum, das ehemalige Augustinerkloster dient als Verwaltungsgebäude. An der Plaza de la Independencia steht das Haus des Markgrafen Villa del Aguila, der den Aquädukt der Stadt bauen ließ. Es gibt erstklassige Hotels und Restaurants.

San Miguel de Allende wurde von den Franziskanern im Jahre 1542 gegründet und steht heute unter Denkmalschutz. Der Ort hat enge kopfsteingepflasterte Gassen und Plätze, die von alten Bäumen gesäumt sind. Der indianische Bildhauer Ceferino Gutierrez verschönerte Ende des 19. Jahrhunderts den Pfarrbezirk Parroquia de San Miguel mit seinen Arbeiten. Auf dem Balkon der Casa de los Perros stehen originelle Hundestatuen. Die Stadt ist für die jährlich in der Weihnachtszeit stattfindenden Posadas-Fiestas bekannt.

Taxco, das 160 km von Mexico City entfernt liegt, steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Die Silberminen verhalfen der Stadt zu Wohlstand, und der Verkauf von Silberwaren und Schmuck ist auch heute noch eine der Haupteinnahmequellen der Stadt. Die Kirche von Santa Prisca ist ein Juwel barocker Baukunst. Die interessantesten Häuser der Kolonialzeit sind die Casa de Humboldt (Alexander von Humboldt hielt sich hier auf einer seiner Entdeckungsreisen auf), die Casa Borda und die Casa Figueroa. Die Cacahuamilpa-Höhlen liegen nördlich von Taxco.

Teotihuacán, die Stadt der Götter, liegt 48 km nördlich von Mexico City und ist mit ihrer Sonnen- und Mondpyramide, dem Tempel des Quetzalcóatl und der Zitadelle eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten des Landes. Als die Azteken um 1300 in diese Gegend kamen, fanden sie diese vor langer Zeit verlassene Zeremonialanlage vor, deren Erbauer bis heute unbekannt sind.

Tepozotlán liegt 43 km von der Hauptstadt entfernt und ist für seine beeindruckende Barockkirche bekannt, deren Fassade mit über 300 Skulpturen geschmückt ist. Das Nonnenkloster aus dem 16. Jahrhundert hat mächtige Strebepfeiler. Auf dem nahen Hügel befindet sich eine heilige Stätte der Azteken, die dem Gott des Festessens und -trinkens geweiht ist. Am 8. September findet hier jedes Jahr ein Fest mit aztekischen Tanz- und Theateraufführungen statt. Die Erfahrungen mexikanischer Pilger auf dem Weg nach Bethlehem werden in den Pastorellas nachempfunden.

Das 66 km von Mexico City entfernt gelegene Toluca liegt in einem Tal am Fuß des schneebedeckten Nevado de Toluca, einem erloschenen Vulkan. Sehenswert sind der Markt, das Volkskundemuseum und das Archäologische Museum. Die Indiodörfer Tenancingo, Metepec und Chiconcuac befinden sich in der Nähe. Die dem Windgott geweihte Kegelpyramide von Caliztlahuaca liegt 8 km nördlich von Toluca.


Tula, 85 km von Mexico City entfernt, beheimatet den legendären Quetzalcóatl. In der Nähe liegt Atlantes, die Hauptstadt der Toltek-Dynastien. Große Monolithen aus Vulkangestein stehen auf den Stufen der Pyramiden.